WIR ÜBER UNS

Grabfunde der Urnenfelderkultur aus Saffig

Der Förderverein

Im Anschluß an die Ausgrabung des fränkischen Gräberfeldes von Saffig im Jahre 1980 durch Studenten des Bonner Instituts für Vor- und Frühgeschichte, Mitgliedern der Künstlergruppe Pellenz sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helfern aus Saffig und den umliegenden Orten wurde 1981 der Förderverein Pellenz-Museum e.V. gegründet. Ziel des Vereins war und ist die archäologischen Funde aus der Region vor Ort der Bevölkerung zu präsentieren. Bereits im Gründungsjahr konnte der Verein in Räumen der Grundschule Nickenich eine entsprechende Dauerausstellung von Fundstücken aus Privatbesitz eröffnen. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Sonder- und Wanderausstellungen vom Förderverein konzipiert und gezeigt. Neben Ausstellungen der Künstlergruppe Pellenz seien

hier die Sonderausstellungen über die Marienkapelle auf dem Karmelenberg, die Kelten am Mittelrhein und in der Pellenz sowie über den Golo-Ring beispielhaft genannt. Ferner hat der Verein in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Exkursionen durchgeführt und Vorträge veranstaltet. Eine eigene archäologische Schriftenreihe, die den Namen "Pellenz-Museum" trägt, und Veröffentlichungen zu kulturgeschichtliche Themen runden die Arbeit des Vereins ab.

Der Name Pellenz

Die Pellenz ist eine "Landschaft", zum Teil der Vordereifel vorgelagert, zum Teil ein Stück des Maifeldes umfassend. Pellenz bedeutet Pfalz. Schon im Jahre 1232 finden wir die Bezeichnung palatia für das Pellenzgericht. Die deutschen Schreibungen sind Palentz oder Pfalenz (1371) und Pellenze (1372). Im Jahre 1399 spricht Ritter Johann von Virneburg in dem Lehnsrevers für den Pfalzgrafen von seinen Lehnsgütern in der Pfalnze. Das ist die Pellenz. Den Titel des Pfalzgrafen bei Rhein finden wir im Jahre 1371 geschrieben als Pallentzgraue. Die Pellenz gehörte zum mittelrheinischen Besitz der Pfalzgrafen.

In unserem Raum sind besonders die Pfalzgrafen Heinrich und Siegfried bekannt, denen die Gründung und Realisierung des Klosters Maria Laach zu verdanken ist.

Man spricht von einer großen oder hintern und einer kleinen oder vordern Pellenz. Die kleine Pellenz liegt links vom Nettebach. Sie erstreckt sich östlich gegen Andernach zu, westlich stößt sie an die Mayener Gemarkung und nördlich umschließt sie fast den Laacher See. Sie war ein Hochgerichts- bezirk mit 14 Heimburgschaften. Nach dem Pellenzweistum sind es die Dörfer Ettringen, Hausen, Kottenheim, Niedermendig, Thür, Trimbs, Welling, Nickenich, Wassenach, Bell, Eich, Kretz, Plaidt und Fressen. In neuerer Zeit versteht man unter Pellenz die gesamte Landschaft nördlich der Nette zwischen Andernach und Mayen .

Der Karthäuserhof (Zehnthof) in Nickenich

Ursprünglich war der Hof als kurtrierischer Lehnshof im Besitz des Rittergeschlechts der Winkel von Nickenich, die vermutlich seit etwa 1300 hier wohnten. Im Jahre 1340 wird der Hof vom Trierer Erzbischof an das Karthäuserkloster St.Alban, das 1332 gegründet worden war, übertragen. Diese Schenkung durch Erzbischof Balduin erfolgte, da die Eheleute Ritter Heinrich Winkelin und seine Frau Nesa keine Söhne hatten, so daß das Lehen an Kurtrier zurückfiel.Der Nickenicher Wirtschaftshof mit umfangreichen Ländereien, zwei Weinbergen, Zehnt und Zinseinkünften in Nickenich und Wassenach blieb bis zur napoleonischen Zeit Eigentum des Trierer Klosters.1808 wurde der Hof mit seinen Gütern an den Privatmann Gerdolle verkauft, später von diesem weiterverkauft.

Die heute noch erhaltenen Gebäude wurden im Jahre 1755 errichtet - an Stelle älterer Vorgängerbauten.

Bei diesem Gebäudekomplex handelt es sich um einen imposanten Wohn- und Wirtschaftsbereich mit doppeltoriger Toreinfahrt.



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