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Das Pellenz-Museum für Archäologie im Karthäuserhof in Nickenich

 

Seit September 2002 ist das Pellenz-Museum für Archäologie in einem Teilbereich des ehemaligen Karthäuserhofs in Nickenich untergebracht. Mit Unterstützung der Gemeinde Nickenich, der Verbandsgemeinde Pellenz sowie ortsansäßiger Geldinstitute und Firmen ist es dem Förderverein Pellenz-Museum e.V. gelungen hier eine kleine, feine Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte der Pellenz von der Jungsteinzeit ( 5000 v. Chr. - 2000 v.Chr.) bis zur römischen Epoche ( 15 v. Chr. - 450 n. Chr.) einzurichten.

Die überwiegende Zahl der im Pellenz-Museum ausgestellten Fundstücke wurde beim Abbau des vulkanischen Bimssandes, der beim Ausbruch des Laacher Vulkans vor rund 13000 Jahren die gesamte Landschaft mit einer meterdicken Ascheschicht bedeckte, von privater Seite gerettet und dem Förderverein überlassen.

Zu den herausragenden Fundstücken aus der Jungsteinzeit - als erste Ackerbauern und Viehzüchter die Pellenz besiedelten - gehören verzierte Scherben von Tongefäßen aus der bandkeramischen Siedlung von Plaidt und ein Grabfund der Becherkultur aus Miesenheim (Stadt Andernach). Aus der Bronzezeit, die von ca. 2000 v.Chr. bis 700 v. Chr. bei uns dauerteund in der die Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, den wichtigsten Werkstoff ausmachte, werden Waffen, Schmuck und reich ornamentierte Tongefäße gezeigt. Die der Bronzezeit folgende vorrömische Eisenzeit, in der die Hunsrück-Eifel-Kultur (600 v. Chr. - 250 v. Chr.) und die Kelten eine zentrale Rolle spielen, ist in der Ausstellung durch Grab- und Siedlungsfunde vertreten, unter denen eine bronzene Schnabelkanne, die zwar bei den Etruskern in Italien hergestellt wurde, als Geschenk, Handelsgut oder Beute jedoch im 5. Jahrhundert v. Chr. in die Pellenz gelangte. Hier wurde dieses nicht alltägliche Gefäß vermutlich einem keltischen Adligen als Beigabe mit ins Grab gelegt.

Den Beginn der römischen Einflußnahme im Mittelrheingebiet markiert ein 4 Meter langes Modell der Brücken, die Gaius Julius Caesar in den Jahren 55 und 53 v. Chr. über den Rhein schlagen ließ. Mit der Einverleibung des linksrheinischen Gebietes hält auch in der Pellenz mediterrane Wohn- und Lebensart Einzug, wie die ausgestellten Grab- und Siedlungsfunde überzeugend belegen. Ein römisches Kultbrot und Reste von römischen Fruchttörtchen, die in einem Grab des 2. Jahrhunderts bei Saffig zu Tage kamen, sind die exquisitesten Exponate dieser römischen Zeit.

In der Ausstellung werden die hier genannten Kulturen und Epochen durch Erklärungstafeln, Karten, Pläne und Modelle ausführlich und auch für den Laien verständlich erklärt.

Neben dieser kurzen Beschreibung des Pellenz-Museums seien hier noch einige Informationen zum Förderverein Pellenz-Museum e.V., dem Namen "Pellenz" und dem Karthäuserhof in Nickenich angefügt, die den Leser sicher interessieren dürften.



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